WIE SICHER SIND GOLD ETF’S?

Gold ETFs sind keine adäquate Instrumente der Vermögenserhaltung, aus folgenden Gründen:

  • Kein direktes Eigentum
  • Kein Zugriff auf das Gold
  • Nicht außerhalb des Bankensystems
  • Repräsentiert Papiergold

HALTEN SIE IHR GOLD NICHT ZU HAUSE, IN EINEM ETF ODER IN DER BANK (BANKENSCHLIESSFÄCHER EINGESCHLOSSEN)

Gold zum Zweck der Vermögenssicherung muss in physischer Form und außerhalb des Bankensystems gehalten werden. Je mehr Gegenparteien zwischen Ihnen und Ihrem Gold stehen, desto höher das Risiko. Allerdings muss es immer auch eine Gegenpartei geben. Wenn Sie ihr Gold in einem Loch in der Erde verstecken, dann ist dieses Loch ihre Gegenpartei. Jemand könnte es stehlen oder Ihre Frau/ Ihre Kinder bedrohen, um das Goldversteck herauszufinden.

Wenn Sie Gold halten, um sich gegen alle Risiken der Welt abzusichern, dann können Sie es auf jeden Fall nicht in einer Bank lagern. Wir kennen viele Beispiele für Banken, die die physischen Barren nicht hatten, als Kunden das Gold aus dem Bankentresor in Privattresore verlagern wollten. Also: Selbst wenn die Banken dem Kunden versichern, dass sie das zugewiesene Gold haben, so ist es manchmal trotzdem nicht da! Bislang haben Banken solche Situationen durch den Ankauf neuer Barren gerettet. Doch eines Tages, wenn das System unter Druck steht, könnte es nicht genügend verfügbares Gold geben – oder die Bank könnte schwere Finanzprobleme haben und zum Kauf neuen Goldes nicht mehr in der Lage sein.

Das Gold in persönlichen Bankenschließfächern zu verwahren, ist ebenfalls nicht ratsam, da man im Fall von Bankenschließungen vielleicht für sehr lange Zeit keinen Zugang zu seinem Gold hat. Zudem ist der Inhalt der Sicherheitsschließfächer nicht versichert, die Bank übernimmt keine Haftung, selbst wenn der Inhalt gestohlen wird. Darüber hinaus gibt es viele Beispiele für Sicherheitsschließfächer, die von aus verschiedenen Gründen von staatlichen Behörden aufgebohrt wurden.

Viele Goldinvestoren kaufen Anteile an Gold-ETF. Es handelt sich dabei um einen sehr großen Markt; Gold-ETF verwahren insgesamt 2.800 Tonnen Gold – im Gegenwert von 135 Mrd. $.

Institutionen und vermögende Individuen benutzen für Goldanlagen die Gold-ETF. Da Gold aber das ultimative Vermögensschutz-Asset ist, darf es nicht in Papierform gehalten werden.

An dieser Stelle einige Nachteile von Gold-ETF:

  • Es ist Papiergold. Der Anleger verfügt über nichts anderes als einen Zettel, auf dem steht, dass er X Anteile am ETF hält.
  • Die Anlage wird innerhalb des Finanzsystems gehalten; im Fall von Bankrotten könnte der Anleger seine Investition nicht zurückbekommen.
  • Theoretisch müssten die Anteile der ETF zu 100 % goldgedeckt sein, was tatsächlich aber nur sehr wenige ETF tun. Im Kleingedruckten liest man, dass sie nicht direkt über das physische Gold verfügen müssen, sondern im Gegenzug Verpflichtungen oder Schuldscheine von Bullionbanken haben dürfen.
  • Die jüngsten Entwicklungen im Handel bestätigen dies: Im August erhöhten die ETF ihre Bestände um 122 Tonnen oder 6 Milliarden $. Dieser Anstieg um 5 % ist erheblich für nur einen Monat. Der Gesamtanstieg für den Zeitraum Juni bis August lag bei 312 Tonnen oder 12 %. Trotzdem haben die Schweizer Veredler für diesen Zeitraum einen extrem niedrigen physischen Abfluss ausgewiesen – und keine Käufe seitens der ETF.
  • Gold-ETF kaufen in der Regel nie am offenen Markt oder von Veredlern. Woher bekommen sie also ihr Gold? Es handelt sich dabei tatsächlich nur um Buchungseinträge. Der Verwalter des größten Gold-ETF, namens SPDR oder GLD, ist die Bank HSBC. Unterverwalter (sub-custodians) sind LBMA-Banken wie JP Morgan, Barclays oder sogar die Bank of England.
  • Diese Verwalter verfügen auch über Zentralbankengold. Wenn die ETF also, wie im August, zusätzliches Gold erwerben müssen, legen die Verwalter nur Buchungseinträge an, unter Benutzung des Goldes, das sie für Zentralbanken halten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ein kleinerer oder größerer Teil dieses Goldes doppelt gezählt wird und nicht nur einer, sondern mehreren Parteien gehört. Deswegen gibt es auch keine physischen Bewegungen von Seiten der Veredler.
  • Die meisten ETF erlauben den Kunden keine physische Auslieferung. In der Theorie kann ein Halter von mindestens 100 GLD-Anteilen physische Auslieferung fordern. Wir reden hier aber über eine Mindestgrenze von 14 Millionen $. Der GLD hat zudem das Recht zu Barbegleichung.
  • Gold, das von Unterverwaltern verwahrt wird, kann nicht inspiziert werden.
  • GLD-Gold ist nicht versichert.

Man kann kaum verstehen, warum es für große Investoren akzeptabel ist, ein Vermögensschutz-Asset und eine Versicherung gegen ein kaputtes Finanzsystem in Papierform zu halten – wie beispielsweise Anteile an einem Gold-ETF. Im Fall einer Finanzkrise ist es unwahrscheinlich, dass sie an das physische Gold oder aber den baren Gegenwert des Goldes herankommen werden.

Warum aber dieses Risiko eingehen, wenn man physisches Gold außerhalb des Finanzsystems halten kann, so z.B. in den sichersten Tresoreinrichtungen der Welt in den Schweizer Alpen? Der Eigentümer des Goldes hält dieses direkt im eigenen Namen und hat direkten Zugang zum Gold. Es kostet zudem ähnlich viel wie ETF-Anteile, nur dass die Versicherung inbegriffen ist und der Investor auch Eigentümer des physisches Goldes ist, zu dem er direkten Zugang hat.

Diverse Artikel zu Gold ETF’s:

GoldSwitzerland